Das Franz Kafka Denkmal

Ungefähr 79 Jahre nach dem Tod von Franz Kafka (1883-1924) , im 120. Geburtsjahr des Schriftstellers, wurde in seiner Geburtsstadt Prag am 4.Dezember 2003 das Franz-Kafka-Denkmal enthüllt.
Die Bronzestatue des Bildhauers Jaroslav Ròna ist 3,75 m groß und wiegt 700 kg. Er wählte das Denkmal aus Bronze, da sie von Dauer sind und Wind und Vandalen standhält. Sie lässt sich leicht pflegen und gut nachbessern.
Das Denkmal zeigt einen körperlosen Mantel, auf dem eine kleine Figur reitet.
Das Kafka-Denkmal

Die Statue steht zwischen der Spanischen Synagoge im ehemaligen jüdischen Viertel der Prags, in dem Kafka einen großen Teil seines Lebens verbracht hat und der Heiligen-Geist-Kirche. Dieser Ort wurde in Zusammenarbeit mit den Vorstehenden , die für Institutionen für städtische Fragen verantwortlich sind, ausgewählt.
Bis zu diesem Tag gab es nur eine Reliefbüste mit Porträt am Geburtshaus von Kafka.
Die Staue entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekturstudio David Vàvras. Die Errichtung des Denkmals ist das Projekt der Franz-Kafka-Gesellschaft. Die Realisation dieses Projektes dauerte 4 Jahre. Der Gedanke zum Erbauen des Denkmals kam während der Besprechungen in der Franz-Kafka-Gesellschaft kurz nach ihrer Entstehung im Jahre 1990 auf.
Zur Errichtung des Denkmals wurde von der Gesellschaft ein Wettbewerb veranstaltet, an dem 7 hervorragende tschechische Künstler teilnahmen unter anderem auch Jaroslav Ròna, der in der 2. Runde gewann.
Die Statue Kafkas wird als verkleinerter Bronzeabguss als internationaler Literaturpreis der Franz-Kafka-Gesellschaft seit 2001 verliehen

Der Bildhauer J. Ròna berichtet von der Inspiration zu diesem Denkmal:
Ein Zitat aus der 1903 entstandenen Novelle „Beschreibung eine Kampfes“ lautet:: „…Schon sprang ich mit ungewohnter Geschicklichkeit meinem Bekannten auf die Schultern und brachte ihn dadurch, dass ich meine Fäuste in seinen Rücken stieß in einen leichten Trab…“
„Ein riesiger leerer Anzug kann zugleich eine unantastbare Welt sein, mit der Kafka kämpfen und dank des Schreibens ist es auch ihm ermöglicht, sich an dessen Verlauf zu beteiligen. Kafka kann gleichzeitig von ihr fortgetragen werden, wobei er denken würde, dass er sie lenkt und durch eine Bewegung den Weg zeigt…“

von Sarah Möwes, Paula Kriewet und Bruno Freyer

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